Analog Käse

Als Ergänzung zu meinem Beitrag vom 08.Mai 2009 :

Analog Käse – Betrug am Verbraucher

hier eine aktuelle Beispielliste von der Verbraucherzentrale Hamburg, wo einige Produkte vorgestellt werden.

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Käse ist nicht gleich Käse

Auf vielen Käsebrötchen und Pizzas wird statt Käse immer häufiger eine Mischung aus Wasser, Eiweiß und Pflanzenfett – so genannter *Analog-Käse* verwendet.

Schätzungsweise an die 100.000 Tonnen Analog-Käse werden jährlich in Deutschland produziert.  Da das Käse Imitat bis zu 400 Grad Hitze verträgt  können Fließband-Pizzas doppelt so schnell gebacken werden wie mit echtem Käse, der schon bei 200 Grad anbrennt.

Auf der ANUGA-FoodTec-Messe in Köln stellte Jenil kürzlich den Analog-Käse vor: Eiweißpulver, Wasser, Pflanzenöl und Geschmackskonzentrat in sechs Variationen werden gerührt und erhitzt. In nur 20 Minuten entsteht eine cremige Masse, die wie Käse schmecken soll. Die Einkäufer – vor allem aus arabischen Ländern und aus Russland – zeigen sich begeistert. Denn das Produkt ist billig, echter Milchfett-Käse muss monatelang reifen und  kostet viel mehr.

Demnach enthält der von *Pizza-Hut* verwendete Käse-Belag nur 21,3 Prozent Kuhmilchfett. Käse darf so ein Produkt dann aber nicht mehr heißen. Im Lebensmittelrecht ist eindeutig geregelt, dass Käse zu 100 Prozent aus Kuhmilch hergestellt sein muss.  Analog-Käse als Käse zu bezeichnen sei strafbar, so der Lebensmittelprüfer Dr. Hasan Taschan vom Hessischen Landeslabor in Kassel. Kontrollen dieses Labors haben zum Beispiel ergeben, dass von 92 Käsebrötchen aus Bäckereien 35 keinen echten Käse enthielten.

Leider erfährt der Verbraucher meistens nicht, ob er es mit echtem oder falschem Käse zu tun hat. DerVerbraucher kann beim Blick auf die Lebensmittel nicht erkennen, ob echter Käse oder nur ein Imitat enthalten ist. “Die Hersteller müssen darauf hinweisen, in der Verkehrsbezeichnung und auch in der Zutatenliste. Doch die Angaben sind oft versteckt oder nicht vollständig”, sagt Armin Valet, Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale Hamburg. Vor allem sehr billige Waren enthielten mit hoher Wahrscheinlichkeit solch ein Imitat.

Der Verbraucher sollte beim Kauf bei Pizzen, Käsebrötchen usw. auf Zutaten wie  z.B. Pflanzenöl, Stärkemehl und Salz achten, es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um Analog Käse.

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